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Friedensklima - eine Woche zum nachdenken

Es ist noch früh, sehr früh sogar. Trotzdem kommen kurz vor 06:30 Uhr etliche Jugendliche und einige Erwachsene in die Bloherfelder Kirche. Ihre Gesichter sind erleuchtet von Kerzen, die sie in der Hand halten. In der Dunkelheit der Kirche wirken die Kerzen im Altarraum viel heller als üblich.

Dann erklingen die ersten Akkorde auf der Gitarre. Mit dem Lied "Nach dieser Erde wäre da keine" beginnt eine kurze Andacht. Anschließend wird jeden Tag eine Person und eine Institution vorgestellt, die sich für den Frieden und das Klima einsetzt:

  • Montag: Mahatma Ghandi und der gewaltfreie Widerstand gegen die Kolonialherren in Indien
  • Dienstag: Frère Roger und die Gemeinschaft von Taizé
  • Mittwoch: David McTaggert und der Kampf von Greenpeace für unsere Umwelt
  • Donnerstag: Henri Dunant und die Gründung des Roten Kreuzes
  • Freitag: Greta Thunberg und der Kampf für unser Klima im Rahmen der "Fridays for Future"

Nach der Andacht treffen sich alle zum gemeinsamen Frühstück im Gemeindesaal. Die Müdigkeit und Andächtigkeit des frühen Morgens weicht nun lebhaften Gesprächen. Nach einer halben Stunde müssen die ersten Teilnehmer aufbrechen, um rechtzeitig zur Schule zu kommen.

Mit 20 bis 30 Personen haben wir jeden Tag eine tolle Andacht gefeiert. Die Atmosphäre am frühen morgen ist anders als im Laufe des Tages und bietet viel Raum für eigene Gedanken. Ein toller Start in den Tag!

Am Sonntag wurden die Impulse der Woche dann noch einmal in einem Bittgottesdienst für den Frieden aufgegriffen. So wurden die Themen der Friedensdekade in Bloherfelde auch an die Gottesdienstgemeinde weitergegeben.

David Saß